Pestalozzi-Schule

Bewegungstherapie

Zur Zeit arbeiten an der Pestalozzischule drei Therapeutinnen - eine Gymnastiklehrerin, eine Motopädin und eine Krankengymnastin. Daraus ergibt sich für unsere Schüler/innen ein breitgefächertes Therapieangebot sowohl als Einzel- als auch als Gruppentherapie (z. B. Psychomotorik, Adipositasgruppe).
Wir sind Angestellte der Stadt Essen (Gesundheitsamt). Die Krankengymnastinnen rechnen ihre Behandlungen über das Amt mit den Kassen ab. Die Therapiezeiten liegen zwischen 30 und 45 Minuten. Die Ärztin des Gesundheitsamtes entscheidet darüber, ob und wie oft für die einzelnen Schüler/innen ein Therapieangebot erfolgen soll. Förderungsschwerpunkte und Förderungsziele erarbeiten die einzelnen Therapeutinnen eigenverantwortlich. Dazu gehören z. B.:

  • Bobath-Therapie
  • Rückenschule
  • Verschiedene Entspannungstechniken
  • Rhythmik/Tanz
  • Fußreflexzonenmassage
  • Psychomotorik
  • Sensorische Integration
  • Esstherapie
  • Rollstuhltraining

Wichtig ist uns, dass sich keiner auf sein Berufsbild spezialisiert, sondern dass wir fachübergreifend zusammenarbeiten. Besonders unter dem Aspekt der ganzheitlichen Förderung sind uns der Austausch und die Zusammenarbeit mit Lehrern, Zivildienstleistenden und Eltern ausgesprochen wichtig. Um eine gute Arbeit zu gewährleisten, bilden wir uns regelmäßig fort, sei es im Kleinteam der Schule, im großen Therapeutenteam (Therapeuten aller Schulen und Kindertagesstätten einmal monatlich) oder extern.
Durch unsere gute Zusammenarbeit profitieren letztendlich alle von diesen Fortbildungsmaßnahmen. Die leitende KG, koordiniert unsere Teams und steht uns auch fachlich beratend zur Seite.

Ein weiterer großer Schwerpunkt unserer Arbeit liegt in der Hilfsmittelversorgung, der regelmäßigen Kontrolle der Hilfsmittel und der Anleitung über deren Handhabung. Zudem kümmern wir uns um die richtige Lagerung, begleiten im Bedarfsfall Schüler/innen zu Arztbesuchen und führen Elterngespräche. In Einzelfällen nehmen wir auch gerne an Unterrichtsgängen oder Klassenfahrten teil. Wir sind durch die Teilnahme an Konferenzen und die Mitarbeit bei den verschiedenen jährlichen Veranstaltungen gut in das Schulgeschehen eingebunden.


Beispiele für Ziele in der Bewegungsarbeit
 

  • Freude an der Bewegung vermitteln
  • Anregungen zur Bewegungserweiterung geben
  • Wahrnehmungsförderung
    • Anregung aller Sinne zur Verbesserung der Lebensqualität
    • Lageveränderungen (vestibulär), Erfahrungen mit Schwerkraft und Bewegung im Raum (z. B. Unsicherheit auf unebenen Böden abbauen, Lagewechsel, Schaukelbewegungen)
    • Stell-, Stütz- und Gleichgewichtsreaktionen anregen; Förderung der statomotorischen Entwicklung
    • Schulung der Tiefensensibilität mittels Druck und Zug, Hilfe zur Selbstwahrnehmung über Haut, Muskulatur und Gelenke (propiozeptiv)  
  • Anregung der Innenbewegung
    • Atemtherapie
    • Fußreflexzonenmassage
    • Massage allgemein
  • Kennenlernen von verschiedenen Gegenständen und Materialien
    • den ganzen Körper dabei einsetzen, verschiedene Qualitäten eines Materials kennenlernen und unterscheiden, unterschiedliche Funktionen und Einsatzmöglichkeiten erfahren
  • Motorische Grunderfahrung
    • Angebote wie Gehen, Rennen, Hüpfen oder Überwinden von Hindernissen, Hilfe zur Weiterentwicklung (Anbahnen)
  • Verbesserung der Selbständigkeit
    • Grob- und Feinmotorik
    • Wahrnehmung
    • Persönlichkeitsentwicklung
    • Fortbewegungsmöglichkeiten, neue Bewegungsabläufe, sich mit der stützenden Kraft des Bodens auseinandersetzen
      • Regulierung des Muskeltonus
      • Aufbau eigener Bewegungsaktivitäten
      • Stärkung des Selbstbewusstseins und Selbstwertgefühls

Im Allgemeinen:

Hilfe zur Selbsthilfe geben. Daraufhin arbeiten, so wenig wie möglich abhängig von anderen zu sein. Lebenslange Ziele wie z. B. Sitzen, Stehen, Gehen, Greifen und Bewegungsübergänge anstreben. Den Weg dorthin erarbeiten, diese Fähigkeiten erhalten und Rückentwicklung vermeiden helfen. 
 

Support:
Alfried Krupp-Schulmedienzentrum